Concerto Zanni

Concerto Zanni wurde von jungen MusikerInnen gegründet, die schon zu Beginn ihrer Karriere in so renommierten Orchestern der Alten Musikszene wie dem Freiburger Barockorchester, Les Musiciens du Louvre, Il Seminario Musicale, Concentus Musicus Wien, Academia Montis Regalis, Haydn Sinfonietta Wien oder Le Concert Spirituel unter der Leitung von Künstlerpersönlichkeiten wie Marc Minkowski, René Jacobs, Hervé Niquet, Manfred Huss, Alessandro di Marchi, Enrico Onofri oder Amandine Beyer gespielt haben. Daneben wirken sie bereits erfolgreich in eigenen Formationen wie dem RinascitaConsort, dem Ensemble KlangZeitRaum oder dem Quatuor Mathis. Die Qualität dieses jungen und viel versprechenden Ensembles findet Ausdruck in dem besonderen Esprit, mit der die vier MusikerInnen vierer Nationalitäten die Musik sprechen lassen. Die gegenseitige Inspiration über Ländergrenzen hinweg und die Lust auf Neues, macht die Musik von Concerto Zanni so besonders.

Das Kernensemble besteht aus 2 Violinen und einer Basso Continuo Gruppe aus Violoncello und Tasteninstrument und wird projektweise mit Gastmusikern erweitert. Alle MusikerInnen haben eine ausgezeichnete Ausbildung an Musikhochschulen in London, Brüssel, Wien, Paris, Bratislava, Oslo und Leipzig genossen und daneben in Meisterkursen ihr Können vertieft.

Das im Ensemblenamen enthaltene Zanni steht für die Kurzform des italienischen Giovanni und gleichzeitig für die archetypischen Figuren der Commedia dell'arte, die „Zanni“. In ihren facettenreichen Charakteren, wie dem naiven melancholischen Pierot oder dem gewitzten Arlecchino, entsprechen sie den Affekten in der Musik.


 

Concerto Zanni

von links oben nach rechts unten:
Michal Stahel (Cello), Arve Stavran (Cembalo, Orgel), Kerstin Reinboth (Violine, Viola), Luis Crea'ch (Violine, Viola)



Die MusikerInnen


Kerstin Reinboth

wollte ursprünglich wie ihre Eltern Physikerin werden, doch sie änderte kurz vor dem Abitur ihre Pläne und begann als Junior-Studentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin Violine zu studieren. Sie beendete ihr Studium der modernen Violine 2005 in Leipzig und spezialisiert sich seither auf die historische Violine. Es folgte ein Studium bei Altmeister Sigiswald Kuijken in Brüssel, dass sie 2008 „cum laudae“ abschloss. Im selben Jahr gründete sie das Violinconsort RinascitaConsort, dessen künstlerische Leitung sie hat und mit dem sie sich noch im Gründungsjahr unter hochkarätiger Konkurrenz für den International Young Artist Presentation qualifizieren konnte.

Als Gastmusikerin ist sie in Deutschland und im europäischen Ausland mit Ensemblen wie Leipziger Concert, Merseburger Hofmusik, Academia Montis Regalis, Haydn Sinfonietta Wien, Concerto Sacro, Ensemble Octopus, Les Florileges Musicales u.a. beim Bachfest Leipzig, im Leipziger Gewandhaus, dem MDR Musiksommer oder dem Centropalia Festival zu hören gewesen. Sie wirkte außerdem an CD-Produktionen für die Label Hyperion und BIS sowie an Radio-Produktionen für den Mitteldeutschen und Bayerischen Rundfunk mit.

Neben ihrer Liebe zur Alten Musik, pflegt Kerstin aber Kontakt mit zeitgenössischen Komponisten. So auch zu der Komponistin Thuon Burtevitz, mit welcher sie für die Komposition "Raba in Sard..." für Violine und präpariertes Klavier zusammenarbeitete, welche 2008 den renommierten Stuttgarter Kompositionspreis erhielt. Derzeit ist Thuon Burtevitz mit Kompositionen für RinascitaConsort beauftragt. Kerstin besuchte Kurse bei Mira Glodeanu, Hélène Houzel und Amandine Beyer. Sie erhielt 2008 und 2009 Stipendien der Academia Montis Regalis. Sie lebt in Leipzig und Brüssel & spielt Stilkopien der Instrumente von Jacobus Stainer von 1678 Andrea Amati von 1566.

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Luis Crea'ch
wurde in Frankreich geboren. Sein Studium der modernen Violine schloss er 2006 mit einer „medaille d’or“ am ENM in Montreuil ab. Danach folgten ein Aufbaustudium in der „Formation Superieure“ an der Akademie des „Abbaye aux Dames“ in Saintes für klassische und romatische Violine (2006-2007) und ein Studium für Barockvioline am CRR „La Courneuve“ bei Hélène Houzel. Weiterhin besuchte Luis Kurse für Barockvioline bei Alice Piérot, Rachel Podger, Christopher Poiget und Susanne Gessner. Gastaufträge mit renommierten Ensemblen wie „Les Musiciens du Louvre“, „Les Concert Spirituell“ „Il Seminario Musicale“ und anderen führten ihn durch zahlreiche Länder Europas und nach Asien. Luis Creac’h lebt in Paris. Er spielt auf einer Originalvioline des 18. Jhds., welche Tourte zugeschrieben wird. Er ist erster Geiger des jungen Streichquartetts „Quatuor Mathis“.

Michal Stahel
wurde in Bratislava (Slowakei) in eine Musikerfamilie hineingeboren, beide Eltern sind Sänger. Michals Liebe zum Cello wurde früh durch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen sowie Stipendien gefördert. Er widmete sich von Beginn an auch der Aufführung zeitgenössischer Musik und wirkte bei vielen Uraufführungen mit. Solorecitals für den slowakischen Rundfunk belegen seine künstlerische Arbeit. Nach Abschluss des Cellostudiums am „Staatlichen Konservatorium“ in Bratislava 1999 studierte Michal weiterführend am „Royal Conservatory of Music“ in London, an der „Universität für Musik und Kunst“ in Wien, der „Staatlichen Hochschule für Musik“ in Mannheim (Masterdiplom 2003) und in Paris (CNR, Cycle Superieure). Seit seiner Pariser Zeit begann Michal sich verstärkt der historischen Aufführungspraxis zu widmen. Er lebt heute wieder in Bratislava und konzertiert mit Ensemblen wie Solamente Naturali, Concentus Musicus Wien, Haydn Sinfonietta Wien und dem Freiburger Barockorchester. Seit dem Jahr 2009 spielt Michal ein unverändert erhalten gebliebenes Originalinstrument des 18. Jhds., welches ihm von der Esterhazystiftung zur Verfügung gestellt wurde. Er promoviert derzeit über Ästehtik an der Universität Bratislava.

Arve Stavran
wurde in Norwegen geboren und lernte zunächst ein für die klassische Ausbildung ungewöhnliches Instrument - Synthesizer. Doch bald entdeckte er das Cembalo für sich und erhielt seine Ausbildung bei Prof. Hans Olav Gorset und Prof. Knut Johannessen an der Norwegischen Hochschule für Musik in Oslo, wo er im Jahr 2005 erfolgreich sein Examen abgelegt hat. Danach vervollkomnnete der Cembalist seine Fähigkeiten an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Prof. Nicholas Parle und legte im Jahr 2007 erfolgreich sein Konzertexamen ab.
In den letzten Jahren hat Arve Stavran mit einigen norwegischen Orchestern und Ensembles Konzerte gegeben, wie dem Radioorchester Norwegens, den Symphonischen Orchestern Trondheims, Kristiansands und Oslos unter der Leitung von Alessandro di Marchi, Roy Goodman und anderen. Außerdem arbeitete er mit verschiedenen norwegischen Ensembles für historische Aufführungspraxis, wie z.B. "Barokkanerne" und "Mormorio". In Deutschland erhielt er zudem Gastaufträge mit dem vielgelobten Mendelsohn Kammerorchester Leipzig und dem Orchester 1770. Die Musikakademie Rheinsberg lud ihn für Konzertveranstaltungen in Solo- und Kammermusik ein. Arve ist Gründungsmitglied des Ensembles KlangZeitRaum, welches 2007 den ersten Preis des internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerbes gewann und welches in Deutschland konzertiert. Seit 2007 unterrichtet Arve, der in Leipzig lebt, an der „Hochschule für Musik und Theater“ in Leipzig im Lehrauftrag für Cembalo und Korrpetition.